
Wo die Erde den Himmel küsst
Mit dem Motorrad im Reich der Götter, Länge: 115 Min.
Doppel-Premiere: Erste Durchquerung des Tibetischen Hochlandes mit dem Motorrad und erste Filmdokumentation über die Westtibet/Extremreise endet unter dramatischen Umständen.
Es ist einer der letzten großen weißen Flecken dieser Erde – das Hochland von Tibet. Es zu erkunden, war das Ziel des neuen Filmes "Mit dem Motorrad im Reich der Götter" von Filmemacher Thomas Junker und seinem Partner Steffen Müller. Hier ihr Bericht:
7 Jahre lang haben wir mit den Behörden Chinas gekämpft, und nun endlich lässt man uns nach Tibet. Als erste Ausländer dürfen wir mit Motorrädern das durchgehend über 4500m hohe Plateau einmal komplett von West nach Ost überqueren. Unser Startpunkt ist Islamabad in Pakistan. Wir nehmen den Karakorum Highway mit seinem 4830m hohen Khunjerab Pass zur Einreise nach China und zum Einfahren. Gemütlich geht es über mehrere Tage hinauf, für uns die beste Möglichkeit, sich an die großen Höhen zu gewöhnen. In Taxkurgan erfolgt die offizielle Einreise in das große Reich der Mitte. Von nun an haben wir neben chinesischen Kennzeichen und Führerscheinen auch einen staatlich verordneten Aufpasser. In der Wüstenoase Kashgar sammeln wir auf dem weltberühmten Sonntagsmarkt nicht nur farbenfrohe Eindrücke von diesem größten Bazar in Zentralasien, sondern kaufen auch unserer Proviant und ein Fass Benzin für die nächsten 1500 km. Dann kommt der lange und mühsame Aufstieg hinauf nach Tibet. 300km hinter Kashgar endet die Teerpiste, es folgt ein genialer Ritt über eine Militärpiste, die den Nordwesten Chinas mit Tibet verbindet. Wellblech, Schotter, Geröll, weite Sandpassagen mit Fesch-Fesch. Die Piste ist zum Teil unglaublich schlecht, rund 50 Bäche und Flüsse müssen durchquert werden, immer wieder heißt es auf Grund von weggespülten oder unpassierbaren Passagen neue Spuren in die Berghänge und durch die fantastischen Hochebenen zu ziehen.
Das wir das schaffen, ist unseren LC 4 Adventure zu verdanken. Die Bikes haben Gott sei dank die richtige Power und genügend Bodenfreiheit für solche Spiele. Uns wird schnell klar, mit einem anderen Serienmotorrad kann uns diese Tour nicht gelingen. Mehr noch, der Spaß ist auf unserer Seite. 15 Pässe jenseits der 5000m-Marke sind kein Problem. Offpiste erreichen wir so manchen Drehort, ohne dass es unser Aufpasser verbieten kann. Mit seinem Jeep ist er ständig weit hinter uns, was ihn nicht erfreut, uns aber viele Begegnungen mit Einheimischen und damit jede Menge schöner Bilder beschert. Unser erklärtes Ziel, mit unserer Filmausrüstung und den beiden Motorrädern in die entlegenen Regionen Tibets vorzustoßen, dorthin, wo es keine normalen Straßen und Wege mehr gibt, gelingt uns...
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